Impotenz nach Operation

Gesundheitliche Ursachen, älter werden
Fr.elsser
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Impotenz nach Operation

Beitragvon Fr.elsser » Montag, 24. August 2015, 18:10:30

Guten Tag, Ich wende mich nun zum ersten mal an ein Forum, weil uns irgendwie jeder Arzt hängen lässt. Mein Mann hatte vor zwei Jahren eine stink normale Blinddarm OP. Allerdings wurde es ziemlich spät erkannt. Als er aufwachte hatte er eine riesen Narbe am Unterbauch. Am Anfang glaubten wir auch die Aussagen der Ärzte, dass das allgemeine Taubheitsgefühl von der Narbe kommt. Von diesem Moment an hatte mein Mann aber auch keine Erektion mehr. Wir dachten das würde sich geben. Aber dem ist nicht so.
Hat das sonst noch jemand erlebt und vor Allem habe ich die Frage funktioniert dann ein Potenzmittel?
Die Durchblutung ist völlig normal und sonst konnten die Ärzte auch nichts finden.
Danke für alle Antworten.

DerNeunUndSechziger
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Re: Impotenz nach Operation

Beitragvon DerNeunUndSechziger » Dienstag, 25. August 2015, 11:14:11

Hallo

Impotenz kann Folge einer Operationen sein - zum Beispiel dann wenn Nerven beschädigt werden, die für die Erektion verantwortlich sind.
Viele Männer sind von Impotenz nach einer Operation betroffen, aber nur wenige lassen sich behandeln... :(

Da sich die Nerven oft von selbst regenerieren, war es früher Usus auf die Selbstheilungskräfte des Menschen zu vertrauen. Nach etwa anderthalb Jahren können sich beschädigte Nerven nämlich selbst heilen. Doch wird der Penis lange nicht benutzt, kann dies zu einer (Größenabnahme)Atrophie des Schwellkörpergewebes führen. Denn im schlaffen Zustand ist der Penis schließlich unzureichend durchblutet. Nach der OP sollte man deshalb möglichst schnell für regelmäßige Erektionen sorgen. Hierfür testet man nach der Operation mithilfe eines Gerätes, ob es noch – zumindest ansatzweise – zu nächtlichen Erektionen kommt. Gibt es eine Restaktivität im Nerv-Gefäßbündel, werden täglich PDE-5-Hemmer niedrig dosiert.

Jeder Patient reagiert anders, deshalb ist es durchaus sinnvoll, verschiedene Medikamente auszuprobieren ;)

Viel Glück bei deiner Suche

Liebe Grüsse

Der69er

SMEG
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Re: Impotenz nach Operation

Beitragvon SMEG » Dienstag, 25. August 2015, 12:03:43

Wie der 69er schon vorher beschrieben hat, werden geringe Dosen PDE Hemmer verabreicht nach einer OP. Um den Schwellkörper daran zu erinnern daß er etwas zu tun hat.

Dazu Deine Frage nach einem entsprechenden Mittel wird hier reichlichst beantwortet. Es hilft, klar! Ist sogar teilweise von Nöten.
Ob Du da zu einer Viagra greifst, rivando nutzt oder wie die meisten User hier greenbeam-potenzmittel verwendest, kommt fast auf dasselbe heraus.
Er wird wieder aktiv :idea:

sebi
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Re: Impotenz nach Operation

Beitragvon sebi » Mittwoch, 26. August 2015, 05:13:44

Hallo,
ich schliesse mich den beiden vorangegangenen Meinungen an. Es sollte jedoch schnell gehandelt werden, denn im schlaffen Zustand ist der Penis schließlich unzureichend durchblutet. Nach der OP sollte man deshalb möglichst schnell für regelmäßige Erektionen sorgen.
Neben den PD5 Hemmern hat man noch die SKAT Methode zur Auswahl. Hierbei wird drei Monate lang dreimal wöchentlich ein Medikament in den Schwellkörper gespritzt, dies fördert die Durchblutung, so kommt es zu einer Erektion. In einigen Fällen führt diese Therapieform jedoch zu Schmerzen, im schlimmsten Fall sogar zu Verhärtungen und Verkrümmungen.
für mich wäre die SKAT Methode keinesfalls was, ich würde mir 3 mal wöchentlich ins Hemd machen.
Aber, du siehst, es gibt Hoffnung!! Tipp: Nicht auf chemische Mittel zurück greifen!

DerNeunUndSechziger
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Re: Impotenz nach Operation

Beitragvon DerNeunUndSechziger » Sonntag, 30. August 2015, 19:22:27

Ich würde total abraten von der Schwellkörperautoinjektionstherapie ( SKAT ) !!

Hier ein informativer Link vom Spiegel dazu :

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13529924.html

:idea:

Copperfield
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Re: Impotenz nach Operation

Beitragvon Copperfield » Montag, 07. März 2016, 20:46:46

Hallo,
bei allen Operationen im kleinen Becken (z.B. Blasen-, Darm- und Prostata-OP) können die für die Erektion verantwortlichen Nerven geschädigt werden. Innerhalb von 18 Monaten können sich die Nerven wieder regenenieren. Aber leider gibt es keine Garantie dafür.

Früher hat man sich bei einer durch eine Op im kleinen Becken hervorgerufenen ED erst einmal passiv verhalten und abgewartet. Heute wird das anders gesehen. Wenn der Penis lange nicht benutzt wird, kommt es wegen der im schlaffen Zustand unzureichenden Durchblutung und der fehlenden Schwellkörperaktivitäten zu einem Um- und Abbau des Schwellkörpergewebes. So veränderte Schwellkörper können keine befriedigende Erektion mehr bewirken. Durch die verminderte Elastizität wird der Blutabfluss aus dem Penis nicht ausreichend verhindert, es kommt zu einem sogenannten "venösen Leck" (Fachbegriff: veno-okklusive Dysfunktion). Deshalb ist es wichtig, möglichst bald nach der Operation wieder für regelmässige Erektionen zu sorgen. Hier sind besonders die nächtlichen Erektionen wichtig, die für eine regelmässige Versorgung der Schwellkörper mit sauerstoff- und nährstoffreichem Blut sorgen. Wenn nach der Op nicht klar ist, ob Erektionen wenigstens noch ansatzweise vorhanden sind, dann kann man mit einem entsprechenden Gerät feststellen, ob nachts Schwellkörperaktivitäten auftreten. Ist dies der Fall, so sollte der Patient regelmässig (meist täglich) ein gut verträgliches Potenzmittel nehmen. ZB. Greenbeam.
Allerdings solltet iht das unbedingt mit eurem Arzt besprechen!


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